Programm Christliche Tradition trifft orientalisches Flair

Tag 1 – Anreise nach Yerevan

Tag 2- Yerevan

Du kommst am frühen Morgen in Yerevan an und triffst Deinen deutschsprachigen Guide. Durch die verschlafene Hauptstadt geht es direkt in das Hotel. Nach ein paar Stunden Ruhe und einem kräftigen Frühstück steht die Besichtigung der armenischen Hauptstadt auf dem Programm. Im Schatten des biblischen Berges Ararat entdecken wir die im Sonnenlicht rosa schimmernde Stadt. Platz der Republik, Nationalgalerie, Northern Avenue, Abovyan Street, die Oper, die Kaskaden und vieles mehr will von uns entdeckt werden. Yerevan ist eine Stadt, die dazu einlädt, zu Fuss entdeckt zu werden. Zahlreiche Gastgärten laden zum verweilen ein. Zum Schluß unserer Stadtbesichtigung steht eine Führung durch das Matenadaran, einer Sammlung alter Handschriften, auf dem Programm.

Tag 3 – Am Fuße des Berges Aragats, etwa fünf – sechs Stunden Wanderung

Der höchste Berg Armeniens wartet auf uns. Wir geniessen das grossartige Bergpanorama und lassen unsere Blicke über die Regionen schweifen, die wir in den nächsten Tagen erwandern werden. Dreitausend Meter hoch liegt der Kari See am südlichen Gipfel des Berges wo wir auch unsere Wanderung beginnen. Immer im Schatten dieses mächtigen Berges, durch unberührte Natur, wandern wir zur „uneinnehmbaren“ Festung Amberg (2300M). Von dort geht es mit dem Bus zu unserem Quartier für die nächsten zwei Tage, nach Haghpat.

Tag 4 – Entlang der Klosterstrasse, etwa fünf Stunden Wanderung

Wir beginnen die heutige Etappe mit einer 15KM langen Busfahrt zu dem auf einem Hochplateau gelegenen Klosterkomplex Sanahin aus dem 10.Jhdt. Von dort wandern wir über Wiesen und Blumenfelder zum UNESCO Weltkulturerbe Haghpat, einem Kloster ebenfalls aus dem 10.Jhdt. Der Bus bringt uns zurück in unser Hotel.

Tag 5 – In den Wäldern Armeniens, etwa fünf Stunden Wanderung

Im reichsten Waldgebiet Armeniens mit seinen unzugänglichen, versteckten Dörfern verbergen sich bedeutende Klöster und Bildungsstätten des Mittelalters. Wir folgen der Klosterstraße bis zur Kathedrale Odzun aus dem 7.Jhdt. Es ist dies eine der wenigen Basilikas in Armenien. Von dort wandern wir ans Ende der Welt, zur Kirche Kobayr. Sie liegt auf einem Felsplateau an einem seit Uhrzeiten geheiligten Platz, wo Quellen aus Felsen entspringen und Bäume und Reben sich zwischen fein ausgearbeiteten Bauten winden. Von hier fahren wir nach Dilijan, das zu Zeiten der Sowjetunion zu einem der führenden Kurorte des Landes ausgebaut wurde. Hier verbringen wir die nächsten drei Nächte.

Tag 6 – In der armenischen Schweiz, etwa fünf bis sechs Stunden Wanderung

Die Region Tavush, in der Dilian liegt, ist dicht bewaldet und mit malerischen Wiesen und sanften Bergen bedeckt. „Es ist ein Paradies, wo man den Tod vergessen kann“ sagte schon ein berühmter, armenischer Dichter. Wir wandern zum Kloster Kirants, versteckt in wunderbarer Einsamkeit. Hier spürt man unglaubliche Spiritualität, die einen gefangen nimmt. Viele Leute meinen, dass hier ein Energiepunkt ist.

Tag 7 – Das Spiel vom Adler, etwa fünf bis sechs Stunden Wanderung

Heute steht eine wunderschöne Wanderung durch die Wälder der armenischen Schweiz zum Kloster Haghartsin auf dem Programm. Es ist ein bedeutendes Kloster aus Kalkstein, inmitten von Wäldern gelegen, mit drei Kirchen, verschiedenen Kapellen und Steinkreuzen. Bevor wir in das Zentrum von Dilijan, wo wir uns vom Stil des 19. Jahrhunderts verzaubern lassen, fahren, geniessen wir noch die wunderschöne Lage des Klosters am Ende einer Schlucht.

Tag 8 – Die Petroglyphen des Selim Pass, etwa fünf Stunden Wanderung

Von Dilijan fahren wir über eine abenteuerliche Strasse zur blauen Perle Armeniens, dem Sevan See. Man sagt, wer den See nicht gesehen hat, war nicht in Armenien. Hier suchen die Bewohner der Hauptstadt Yerevan in den heissen Sommermonaten Zuflucht vor der Hitze. Wir besuchen das Kloster Sevanavank. Es liegt auf einer Halbinsel und war früher ein Verbannungsort für den armenischen Adel. Weiter geht es entlang der alten Seidenstraße hinauf auf den Selimpass wo eine grossartig erhaltene Karawanserei zur Besichtigung einlädt. Gut kann man sich hier noch vorstellen, wo Händler und Vieh nächtigten und wo die Ware gelagert wurde. Hier beginnen wir unsere heutige Wanderung durch eine vollkommen andere Landschaft als bisher. Karg, rau, steinig und weit ist die Gebirgslandschaft und es ist um einiges wärmer. Unterwegs kommen wir auch an Petroglyphen mit beeindruckenden Motiven vorbei. In einem Gästehaus in Yeghegnadzor lassen wir diesen Tag bei einem kühlen Kilikia ausklingen.

Tag 9 – Zur Festung in den Bergen, etwa sechs Stunden Wanderung

Die heutige Wanderung führt uns zu den Ruinen der Festung Smbataberd aus dem 10. Jhdt. Aus über 1.900 Metern hat man einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Wir wandern etwa zwei Kilometer weiter zur Kirche Tsachats Kar und drehen uns noch einmal um, um die Ruinen der Festung am Horizont zu sehen. Von der Kirche beginnt der Abstieg in das kleine Dorf Eghegis, wo wir den Bus besteigen und nach Jermuk in unser Hotel fahren. Jermuk ist ein Kurort, über 2000 Meter hoch gelegen und bekannt für seine heißen Quellen und Mineralwasser.

Tag 10 – Zum Krater, etwa vier bis fünf Stunden Wanderung

Von unserem Hotel wandern wir zum Krater des Berges von Jermuk, 2580 Meter über dem Meeresspiegel. Auf dem Weg nach oben geniessen wir die großartige Landschaft, kommen am Stausee Her-Her vorbei und können unsere Füße in einer der zahlreichen Bergquellen abkühlen. Hier sieht man, wie vielseitig Natur sein kann!

Tag 11 – Felsmalerei am Lake Ughtasar, etwa drei Stunden Wanderung

In Armenien gibt es zahlreiche Felsen und Steine  mit Jahrtausenden alten Felsmalereien. Heute steht eine Wanderung zu den Felszeichnungen von Ughtasar auf dem Programm. Wie von Riesenhand in die Landschaft gewürfelt, liegen die Steine auf fast 3.000 Meter Seehöhe auf den Wiesen. Tier- und Jagdszenen zeugen davon, dass die Gegend schon vor viertausend Jahren im Sommer bewirtschaftet wurde. Grossartig und mystisch ist die Stimmung am 3.280 Meter hoch gelegenen See, umgeben vom majestätischen Viertausendern. Auf dem Weg zu unserem Hotel besichtigen wir auch noch das sechstausend Jahre alte Sternenobservatorium Karahundsh.

Tag 12 – Gebt mir Flügel, etwa sechs bis sieben Stunden Wanderung

Etwa eine halbe Stunde Anfahrt durch malerische Landschaft in das kleine Dorf Ltsen, wo wir in den Trail einsteigen. Unser heutiges Ziel ist das Kloster Tatev, UNESCO Weltkulturerbe. Der Weg führt und über Wiesen und durch Wälder, vorbei an kleinen Bächen und Quellen. Immer wieder ergeben sich tolle Photomöglichkeiten bevor wir dann die letzten Kilometer über Almwiesen, unser Etappenziel immer vor Augen, in Angriff nehmen. Nach einem kräftigen Imbiss und der Besichtigung der Klosteranlage fahren wir mit der längsten Einseilbahn der Welt über die Schlucht des Flusses Vorotan. Von dort bringt uns der Bus wieder zurück ins Hotel. Wer Lust hat, kann sich ja vielleicht in die Kunst des Lavash backen einweihen lassen!

Tag 13 – Im Schatten des Berges Ararat, etwa zweieinhalb Stunden Wanderung

Am Vormittag wandern wir zu den Höhlen Chndzoresk von denen einige bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bewohnt waren. Sie liegen in einem malerischen Tal und sind in die bizarren Felsformationen gehauen. Danach geht es mit dem Bus zurück in Richtung Yerevan. Wir legen einen Stop beim Kloster Norawank ein. Das Kloster liegt am Ende eines schmalen Tales. bei Sonnenuntergang ist es kaum von den umliegenden roten Felsen zu unterscheiden. Weiter geht unsere Fahrt zum Fuße des biblischen Berges Ararat, Dort erhebt sich das Kloster Chor Virap. Kein Kloster ist so stark mit der Legende des heiligen Gregor und der Geschichte Armeniens verbunden, wie dieses.

Tag 14 – Basaltformationen der Schlucht Garni, etwa fünf Stunden Wanderung

Am heutigen letzten Tag stehen zwei Highlights Armeniens auf dem Programm. Wir besuchen zuerst die ehemalige Sommerresidenz der armenischen Könige, den Garni Tempel aus dem 1.Jhdt. Von dort andern wir durch die Schlucht von Garni zum Kloster Geghard aus dem 4.Jhdt. es wurde über eine heidnische Quelle gebaut, aber seht selbst!

Tag 15 – Heimflug